Schwangere auf dem Teppich liegend.

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Vaping in der Schwangerschaft ist schädlich für das Ungeborene

10.08.2023

Tabakkonsum während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für das Baby, in seiner Entwicklung beeinträchtigt und gesundheitlich geschädigt zu werden. Eine rauchende Schwangere gibt große Mengen an im Zigarettenrauch enthaltenen zum Teil auch krebserregenden Schadstoffen über die Plazenta an ihr ungeborenes Kind weiter. Wichtige Prozesse von Wachstum und Reifung werden durch das gezwungene Mitrauchen gehemmt. Zudem wird die Durchblutung der Gebärmutter und damit auch die Versorgung des Ungeborenen mit Sauerstoff durch das Rauchen beeinträchtigt. Doch was ist mit E-Zigaretten? Sind diese genauso schädlich?

Vaping - E-Zigaretten dampfen - ist voll im Trend. Aromen wie Zuckerwatte oder Waldbeeren lassen das Dampfen weniger schädlich wirken. Aber die gesundheitlichen Auswirkungen von E-Zigaretten-Dampf auf das Ungeborene sind bisher kaum erforscht.

Ein Team von Forschenden der University of Colorado untersuchte den Einfluss des mütterlichen E-Zigaretten-Konsums auf die Lungen- und Skelettentwicklung des Ungeborenen. Hierfür wurden trächtige Mäuse täglich nikotinhaltigem Dampf ausgesetzt. Trächtige Mäuse, die unbelastete Luft atmeten, dienten als Kontrolle. Im Ergebnis bekamen Dampf ausgesetzte Mäuse weniger Nachwuchs. Zudem hatten die Jungen ein niedrigeres Geburtsgewicht als Babys von unbelasteten Mäusen. Das Nikotin in der Schwangerschaft störte die Lungenentwicklung des Embryos nachhaltig. Zudem war das Wachstum von Schädel- und langen Röhrenknochen (z. B. Oberschenkel) der belasteten Mäusebabys beeinträchtigt.

Die Studie konnte damit im Tierversuch belegen, dass E-Zigaretten dem Kind nachhaltig schaden. Es konnten vergleichbare schädliche Auswirkungen wie beim Tabakkonsum während der Schwangerschaft festgestellt werden. Denn auch E-Zigaretten enthalten Nikotin, das die Aktivität verschiedener Gene im Ungeborenen verändert und unter anderem zu Lungen- und Knochenwachstumsstörungen führt.